Embracher Film am Filmfestival ‘Look&Roll’

Das Filmfestival Look&Roll zeigt den Film «Verbotene Sprache »  der beiden Embracher Filmemacher David Thayer und Katrin Sutter. Der eindrückliche Film über den gehörlosen Künstler Rolf Perrollaz-Lanicca, dem es in der Kindheit verboten war, in der Gebärdensprache zu kommunizieren wurde verschiedentlich in den Medien thematisiert und  in Kinos und Kulturlokalen gezeigt. Jetzt wird er zum ersten Mal an einem Film-Festival aufgeführt. Und zwar am 18. September um 20.30 im Stadkino Basel. Im Anschluss an den Film diskutiert der renommierte Filmkritiker Alex Oberholzer mit Rolf Perrollaz und verschiedenen Gästen zum Thema.

Zum Inhalt des Films:

Rolf ertaubt im Alter von drei Jahren nach einer Hirnhautentzündung. Als achtjähriger erhält er als erstes Kind der Schweiz eine Innenohrprothese, ein Cochlea Implantat. Damit kann er wieder Geräusche wahrnehmen. Schule, Medizin und Eltern trimmen Klein-Rolf, sich in der Welt der Hörenden zu integrieren. Er muss mit dem Cochlea Implantat Hören lernen, Lippen lesen und unter Strapazen lernen, sich in Lautsprache auszudrücken. Die Muttersprache der Gehörlosen, die Gebärdensprache, darf er nicht nutzen. Erst als junger Erwachsener lernte er die Gebärdensprache und eine neue Welt tut sich ihm auf. Er ist geschockt, als er realisiert, was ihm alles vorenthalten wurde. Heute drückt sich Rolf virtuos auf der Bühne in Gebärdensprache auf. Er provoziert an Poetry Slams mit pointierten Texten: Einmal spricht er davon, allen Hörenden die Tromelfelle zu zertrümmern, einmal bezeichnet er die Gehörlosen als Feiglinge.«Verbotene Sprache» verfolgt Rolf Laniccas Bühnenauftritte während drei Jahren und zeichnet seine künstlerischen und persönlichen Entwicklungsschritte auf.

Der Film ist mittlerweile auch auf DVD erhältlich. Im Fachhandel oder auf www.handshop.ch

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