Martina Honegger-Romahn

Geboren am 13. Februar 1968
in Frankfurt/Main

Aufgewachsen bin ich im Taunus in der Nähe von Frankfurt und habe nach dem Abitur Volkswirtschaftlehre an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt studiert. Nach meinem Abschluss ging ich für ein Praktikum bei der UBS zunächst für ein Jahr nach Zürich. Hier blieb ich „hängen“, lernte meinen Mann kennen und liess mich nach kurzen Abstechern nach London hier nieder. Seit 2005 wohne ich mit meinem Mann und unseren drei Katzen in Embrach. Ich arbeite für eine mittelgrosse Bank, bei der ich Fondsvermögen und institutionelle Gelder verwalte.

Lieblingsmaler oder -künstler per se gibt es für mich nicht, ich mag viele Bilder. In einem Bild muss ich mich verlieren können. Das erinnert mich an meine Kindheit, als ich immer wieder auf dem Sofa lag und die Landschaften der sehr romantisch geprägten Gemälde an der Wand im Wohnzimmer meines Elternhauses betrachtete. Ich fragte mich immer wieder wo das wohl sei, stellte mir diesen Ort vor und was dort passiert. Das tue ich auch heute noch. Ähnlich geht es mir mit Bildern, die ich von meiner Cousine, der Malerin Carola Völp-Neumann habe. Riesige farbenfrohe gespachtelte Werke, in denen ich mich jeden Tag aufs Neue verlieren kann, die mir immer wieder neue Geschichten erzählen. Und so gibt es von fast jedem Maler solche Bilder. Mein Kunstinteresse hat sich mit der Kunstgeschichte entwickelt. Als Teeanger war ich zum Erstaunen vieler fasziniert von den alten Werken Rembrandts, Rubens, Turners etc. Im Laufe der Jahre tastete ich mich zu den Impressionisten und Expressionisten bis erst kürzlich zur Popart vor. Auch Fotografie beeindruckt mich sehr und ich fange auch selbst gern Augenblicke ein, allerdings ohne jegliches handwerkliches Geschick. Mich faszinieren auch Skulpturen, vor allem die von Giacometti. Auch sie könnte ich stundenlang betrachten und immer wieder neue Facetten entdecken. Sehr abstrakte Kunst bleibt mir immer noch etwas verschlossen.

So entwickelten sich auch meine Bilder zunächst von braven Zeichnungen in sehr jungen Jahren, zu sehr konkreten meist Stillleben in Öl. Öl war immer mein Medium, nur mit Ölfarben fühle ich mich frei und kann mich ausdrücken. Um meine Technik zu verfeinern besuchte ich von 2003 bis 2010 jede Woche jeweils drei Stunden einen Ölmalkurs.
In letzter Zeit habe ich mich vermehrt an ausdrucksstarke „Kopfbilder“ gewagt, oder sind es eher „Bauchbilder“? Ich lasse mich dabei auf einen Prozess ein, dessen Ausgang ungewiss ist. Die Abbildung der Wirklichkeit ist mir im Moment nicht mehr so wichtig. Es ist faszinierend, wie sich ein Bild während des Malens entwickelt, sich permanent verändert, so dass am Ende von der ursprünglichen Idee nicht mehr viel übrig bleibt. Aber das Gemalte verschwindet ja nur für das Auge, es ist immer noch da, wenn auch in einer tieferen Schicht.
Bereits als Teenager habe ich leidenschaftlich mit Collagen experimentiert. Ich bin fasziniert von Mode, Modejournalismus  und Modefotografie. In meinen letzten Bildern habe ich diese Leidenschaften miteinander verbunden.

“Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar”www.mr-art.ch
Paul Klee